Kommunistische Partei Luxemburgs
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Pendelzug zwischen Rümelingen und Esch/Alzette
Besser im Rahmen des technisch Machbaren: /
Freitag, 7. Juli 2017

Die Antenne Nörtzingen – Kayl – Rümelingen, die früher bis Ottange führte, ist in den letzten Jahren im Interesse eines Bus-Betriebes kontinuierlich ausgedünnt worden, anstatt sie aufzuwerten und über die Hüttenstrecken hinter Ottange auszudehnen. Das ist bedauerlich, ist doch die Qualität des Zugtransports weit höher anzusiedeln als die in einem schaukelnden Bus, der zudem zur Hauptverkehrszeit mit allen Autos im Stau steht im Gegensatz zum Zug.

Im Dezember sollen die beiden letzten Direktzüge von Rümelingen in die Hauptstadt aus dem Fahrplan verschwinden, da es zwischen Bettemburg und der Hauptstadt einen Engpaß gibt, so lange das eigentlich schon für 2007 für die Ankunft des TGV vorgesehene dritte und vierte geradere Gleis auf dieser Strecke noch fehlt. Die Sorge ist berechtigt, daß das die letzten 90 Passagiere der beiden Züge noch einmal verringert, wenn sie in Nörtzingen umsteigen müssen. Leider ist Wehklagen dagegen kein Mittel, den Engpaß zu beheben.

Es ist aber eigentlich ein Skandal, daß zwischen 8.37 und 16.55 Uhr überhaupt kein Zug mehr in Rümelingen abfährt, und daß der letzte das um 17.55 Uhr tut. Von Nörtzingen nach Rümelingen fährt nichts zwischen 8.10 und 16.40 Uhr, und der letzte fährt um 18.10 Uhr.

Wenn schon die Strecke zwischen Bettemburg und Luxemburg überlastet ist, so gilt das aber nicht für die Strecke zwischen Nörtzingen und Esch/Alzette. Es gibt also eine relativ einfache Möglichkeit, die Kayltal-Strecke beträchtlich aufzuwerten, indem eine Zuggarnitur für den Pendelverkehr zwischen Rümelingen – Kayl – Schifflingen und Esch/Alzette den ganzen Tag über einzusetzen, und das sinnvoller Weise auch am Wochenende. Denn wenn mehr Leute angehalten werden sollen, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen, so braucht es auch dann ein Angebot. Ist das vorhanden, machen auch erst Überlegungen wirklich Sinn, wo im Kayltal noch eine Haltestelle hin kann, um die Attraktivität weiter zu steigern.

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Unterschreiben und an Edmond Peiffer, 5. Rue d’Esch, L-3721 Rümelingen zurückschicken

Sollte die Antwort der CFL sein, sie habe für so einen Pendelverkehr keine Garnitur übrig, so ist ihr zu antworten, sie könne ja gleich bis Audun weiterfahren. Die Antwort darauf wird wohl sein, damit sei nur eine Fahrt in jede Richtung zu machen – es bräuchte also für den Halbstundentakt nach Audun doch eine weitere Garnitur. Dann müßte eine oder besser noch ein paar mehr dazugekauft werden. Dann könnte nicht nur dieses Angebot gefahren werden, es müßten auch sonst weniger Züge ausfallen, wenn mal wieder zu viele Türen klemmen. Und mit zwei Garnituren läßt sich genauso gut ein Halbstundentakt zwischen Rümelingen und Audun bewerkstelligen wie ein Stundentakt zwischen Rümelingen und Esch und einen Halbstundentakt zwischen Esch und Audun! Leider hat ja niemand die Möglichkeit nutzen wollen, einen Kreisverkehr über die Hüttenbahn nach Ottange möglich zu machen, als dafür noch Zeit war.

Jedenfalls wäre mit so einem Angebot dem ganzen Kayltal enorm gedient, denn mit so einem Pendelverkehr den ganzen Tag über käme es zu einem hochqualitativen Angebot sowohl für jene, die in den Landessüden wollen, wie auch für jene die in die Hauptstadt müssen. Zwar ist dann ein Umsteigen in Nörtzingen nicht möglich, weil die Abzweigung Richtung Schifflingen vor diesem Halt liegt, der Wert des Angebots wäre dennoch höherwertiger, weil regelmäßiger.

Die KPL beabsichtigt, diesen Vorschlag nicht nur vor den Gemeinderatswahlen auf den Tisch zu legen, sondern ihn auch danach zu verfolgen. Je breiter die Unterstützung aus der Bevölkerung dafür ist, desto größer sind die Chancen, ihn durchzusetzen!