Kommunistische Partei Luxemburgs
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Faschismus und Krieg ächten!
Gedenkfeier der KPL am sowjetischen Denkmal / »Der Nato-Aufmarsch an der russischen Grenze ist eine brandgefährliche Provokation«
Dienstag, 9. Mai 2017

Mit einer Blumenniederlegung am Denkmal für die gefangenen sowjetischen Soldaten und Zwangsarbeiter, die von den Nazis nach Luxemburg verschleppt wurden und hierzulande starben, gedachte die KPL am 6. Mai auf dem Lallinger Friedhof in Esch/Alzette des Sieges über den Faschismus vor 72 Jahren. Eingeleitet wurde die Gedenkfeier mit einem der bekanntesten sowjetischen Lieder aus dem Zweiten Weltkrieg, »Der Heilige Krieg«.

In seiner Ansprache erinnerte KPL-Präsident Ali Ruckert daran, dass die Sowjetunion die Hauptlast des Krieges gegen den Faschismus, dieser barbarischsten Diktatur der reaktionärsten Kreise des Groß- und Finanzkapitals, getragen habe. Er zollte der Sowjetunion, aber auch den US-amerikanischen Soldaten die unser Land von den Nazis befreiten, und allen anderen Kräften der Anti-Hitler-Koalition, Partisanenverbänden und Resistenzorganisationen Dank und Respekt und mahnte, die historischen Tatsachen über die Rolle der Sowjetunion bei der Niederschlagung des Faschismus nicht den Siegern des Kalten Krieges zu überlassen.

Unter Hinweis auf das Erstarken rechtsextremer und faschistischer Kräfte in vielen Ländern Europas, zitierte er den deutschen Schriftsteller Bertold Brecht, der nach dem Sieg über den Faschismus geschrieben hatte, »Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch!«. Auch heute, so der KPL-Präsident, gebe es zunehmend Kräfte, welche die kapitalistische Krise nutzen wollten, um die sozialen Errungenschaften zu zerstören, die demokratische Rechte einzuschränken und ein neues Wettrüsten anzufachen.

Scharf verurteilte er den Aufmarsch der NATO an der russischen Grenze und bedauerte, dass auch Luxemburger Soldaten bei dieser militärischen Provokation dabei sind, und dort unter »preußischem Kommando« stehen, 75 Jahre, nachdem Tausende Luxemburger in die Nazi-Wehrmacht zwangsrekrutiert wurden, um gegen die Sowjetunion in den Krieg zu ziehen.

Erste Aufgabe aller friedliebenden Menschen müsse es sein, so der KPL-Präsident, den imperialistischen Kriegstreibern in den Arm zu fallen und sie daran zu hindern, die Welt in Brand zu setzen. An der Gedenkfeier, während der die Fahnenträger der KPL und der »Association des anciens maquisards luxembourgeois« Aufstellung genommen hatten, nahm auch der Exekutivsekretär des Weltfriedensrates, Iraklis Tsavdaridis, teil.

Er erinnerte an die großen Opfer der Sowjetunion und machte darauf aufmerksam, dass das Motto »Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus!«, unter dem der Weltfriedensrat 1949 gegründet wurde, heute mehr denn je aktuell ist. Er rief dazu auf, verstärkt für den Frieden und die Freundschaft zwischen den Völkern einzutreten und die Kriegshetzer der NATO in die Schranken zu verweisen.

Anschließend legte Iraklis Tsavdaridis ein Blumengebinde, versehen mit einer Schleife des Weltfriedensrats, am Denkmal nieder. Für die KPL legten die Veteranen Aloyse Bisdorff und Jos. Ruckert Blumen nieder. Abgeschlossen wurde die Gedenkfeier mit der »Internationale«.

zlv.