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Generalversammlung der Sektion Differdingen-Petingen der KPL

Generalversammlung der Sektion Differdingen-Petingen der KPL

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19/04/2012

Im Mittelpunkt der Generalversammlung der Sektion Differdingen-Petingen der KPL am 15. April 2012 standen zwei Ereignisse: der Erfolg der KPL bei den Gemeindewahlen vom 9. Oktober 2011, bei denen in Differdingen, Esch/Alzette und Rümelingen kommunistische Räte gewählt wurden und die Kam¬pagne gegen Sozialabbau, welche die KPL gegenwärtig mit wachsendem Erfolg führt.

Sektionspräsident Edoardo Tiberi stellte fest, dass seit der letzten Generalversammlung viel Arbeit geleistet wurde und bedankte sich bei allen, die seither zur Stärkung der KPL beitrugen und es mö¬glich machten, dass die Kom¬munistische Partei in Differdingen mit einem Mandat in den Gemeinderat einziehen konnte. Das, so Edoar¬do Tiberi, ist eine gute Voraussetzung dafür, sich verstärkt für die Interessen der schaffenden Menschen einzusetzen.

In seiner Ansprache befasste der Sektionspräsident sich auch mit Fragen der Schul¬¬bildung und berichtete, wie systematisch versucht wird, die Jugendlichen in den verschiedenen Fächern mit antikommunistischen Vorurteilen zu impfen.

Aus dem Tätigkeitsbericht von Sekretärin Gertrud Ruckert ging hervor, dass in drei Komiteesitzungen und fünf Mitgliederversammlungen auf lokaler Ebene umfangreiche Aktivitäten im Wahlkampf entwickelt wurden. Verteilt wurden zwei Flugblätter, drei Sondernummern und eine Tagesausgabe der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek. Am 30. September 2011 fand in Differdingen ein zentrale öffentliche Veranstaltung unter dem Motto »Géint all Sozial¬ofbau!« statt. Zahlreiche Sektionsmitglieder halfen zudem bei nationalen Aktivitäten der KPL.

Um Geld zu sparen, wurde weitgehend auf Postverteilungen verzichtet, so dass die KPL-Mitglieder und parteilosen Kandidaten auf der Liste »KPL-d’Kommunisten« aus Differdingen, unterstützt von Kom¬munisten aus anderen Sek¬tionen, ein Flugblatt und zwei lokale Sondernummern an alle Haus¬halte in der Gemeinde Differdingen selbst verteilten. Die Sekretärin bedankte sich herzlich bei allen, die beim Wahlkampf halfen oder die Partei finanziell unterstützten.

Seit dem Erfolg bei den Gemeindewahlen – die Kommunistische Partei errang erstmals seit 1993 wieder eigenständig ein Mandat – nutzt die KPL, die nun auch in 13 beratenden Kommissionen ver¬treten ist, ihre neue Tribüne, um die Interessen der schaffenden Bevölkerung im Gemeinderat zu verteidigen, auf die negativen Auswirkungen der Politik der CSV/¬LSAP-Regierung und des DP/¬Déi Gréng-Schöffenrats auf die Differdinger Bevölkerung hinzuweisen und die Alternativvorschläge der Kommunisten darzulegen. Im Januar und März dieses Jahres wurde zudem bereits zweimal eine Ausgabe der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« mit den Stellungnahmen des kommunistischen Gemeinderats in verschiedenen Wohnvierteln in Differdingen, Fousbann, Lasauvage, Niederkorn und Oberkorn verteilt.

Abschließend richtete Gertrud Ruckert einen Appell an die Versammelten, tatkräftig bei der gegenwärtigen KPL-Kam¬pagne gegen Sozialabbau mitzumachen.

Nach dem Kassenbericht von Irène Bigler und nachdem die Versammlung der Kassiererin auf Vorschlag von Kassenrevisorin Gritty Thonhofer Entlastung erteilt hatte, ging KPL-Präsident Ali Ruckert in seiner Ansprache einge¬hend auf die kapitalistische Krise und ihre Auswirkungen auf die schaffenden Menschen, die Politik des Sozialab¬baus der CSV/LSAP-Re¬gie¬¬rung, die Kampagne der KPL »D’Fan¬ger ewech vum In¬dex, vum Mindestloun a vun de Renten!« und auf die Alter¬nativen der KPL ein. In diesem Zusammenhang forderte er die Regierung auf, die Indexmanipulation sofort zu beenden und stattdessen die Profitsteuer für die Banken und das Großkapital zu erhöhen, eine Vermögenssteuer für die Reichen einzuführen und den Spitzensteuersatz für die Höchst¬verdiener von 38 auf 56 Prozent zu erhöhen.
Der KPL-Präsident befasste sich zudem mit der wirtschaftlichen Entwicklung und for¬derte den Zusam¬men¬schluß von Banken mit Staats¬¬beteiligung zu einer öffentlichen Bank sowie die Ver¬staatlichung der Stahlindustrie und deren Kontrolle durch die von den Belegschaf¬ten gewählten Ausschüs¬se und die Gewerkschaf¬ten.

Bei den Vorstandswahlen gewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge): Christophe Bartz, Irène Bigler, Roland Metzler, Ali Ruckert, Gertrud Ruckert, Liette Thekes und Edoardo Tiberi. Als Kassenrevisoren wurden Gritty Thonhofer und Momo Maït-Rabbi bestätigt.