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Antrittsrede des kommunistischen Gemeinderats Zénon Bernard im Escher Gemeinderat

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18/01/2012

Als Vertreter der Kommunistischen Partei Luxemburgs werde ich alle politischen Initiativen dieses Gemeinderats, welche die KPL als positiv für die Schaffenden erachtet, selbstverständlich unterstützen. Ich werde aber genauso konsequent alles bekämpfen, was den Interessen der arbeitenden Menschen schadet. Das erklärte der neue Gemeinderat der KPL anlässlich seiner Antrittsrede am 25. November 2011 im Escher Gemeinderat.

Während seiner Rede sagte er u.a.: »Ich empfinde es als eine große Ehre und eine große Herausforderung und Verpflichtung, als neuer Gemeinderat in meiner Geburtsstadt die Interessen der Escher Bürgerinnen und Bürger vertreten zu dürfen.

Eine große Ehre, nach 12-jähriger Abwesenheit meiner Partei, der KPL, die Interessen der Frauen und Männer verteidigen zu können, die von der kapitalistischen Krise am meisten betroffen wurden, die Arbeiterfamilien, die Arbeitslosen sowie alle die, die jetzt die Konsequenzen der Krise bezahlen müssen, obwohl sie wirklich nicht schuldig für diese Krise gemacht werden können.

Eine große Herausforderung und Ehre aber auch, – und ihnen gilt mein tiefster Respekt – für diejenigen Kommunisten, die die Politik dieser Stadt mitgeprägt und mitgestaltet haben, und dies immer im Interesse der schaffenden Menschen. Dies immer mit der Gretchenfrage verbunden: Wem nutzt das?

Ich denke da an Kommunisten, wie vor dem Krieg Zénon Bernard, der vor 77 Jahren hier vereidigt wurde, danach der langjährige Bürgermeister Arthur Useldinger, kommunistische Räte und Schöffen wie Jacques Hoffmann, Marcel Hentzig, Aloyse Bisdorff und Georges Wotipka. Ihnen gilt mein Respekt, und ich fühle mich verpflichtet, in ihrem Geist die Politik der KPL in diesem für mich neuen Gremium fortzusetzen.

Deshalb kann ich es nur auf die eigene Enttäuschung zurückführen, wenn ein Vertreter dieses Gremiums in der Öffentlichkeit die Kommunisten mit Extremisten (im negativen Sinne) vergleichen hat. Ich meinerseits meine, dass meine Vorgänger, ich selbst, und die vielen Wählerinnen und Wähler, die uns zu unserer Rückkehr verholfen haben, mehr Respekt verdient haben. Ich werde jedenfalls in meinen Stellungnahmen vermeiden, jemanden unter die Gürtellinie zu schlagen und werde den anderen Parteien und Politikern den nötigen persönlichen Respekt zeigen.«