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Ausstellung »90 Jahre KPL« stößt in Rümelingen auf großes Interesse

Ausstellung »90 Jahre KPL« stößt in Rümelingen auf großes Interesse

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03/09/2011

Der Kampf für die Rechte der Arbeiter, für soziale Gerechtigkeit und Sozialismus zieht sich wie ein roter Faden durch die 90-jährige Geschichte der Kommunistischen Partei Luxemburgs. Das stellte KPL-Präsident Ali Ruckert in der Ausstellung »90 Jahre KPL« am 4. Juni 2011im Kulturzentrum in Rümelingen fest.

Zur Eröffnung der Ausstellung, der die früheren KPL-Abgeordneten Aloyse Bisdorff und Zénon Bernard sowie der frühere Rümelinger KPL-Gemeinderat Camille Marx beiwohnten, begrüßte die Sektionspräsidentin der KPL in der Gemeinde Rümelingen, Vicky Matagne, die zahlreichen Besucher und Ehrengäste, darunter Bürgermeister Will Hoffmann, Schöffe Henri Haine, die Gemeinderäte Viviane Biasini, Carole Marx (alle LSAP), André Theisen und Milly Staus-Jeanty (beide CSV), sowie die Vertreter von lokalen Vereinen.

Sie bedankte sich bei der Gemeinde und bei allen, die zum Gelingen der Ausstellung beitrugen und erinnerte in kurzen Worten an das Wirken der Kommunisten in Rümelingen, seit 1934 Dominique Urbany als erster Kommunist in den Gemeinderat gewählt und während der ersten Sitzung auf Befehl der klerikalen Regierung in Handschellen abgeführt wurde. Sie wies darauf hin, dass bereits am Morgen vor der Eröffnung der Ausstellung gelegentlich der Gedenkfeier am Jericho-Monument auch die Namen vieler kommunistischer Resistenzler aus Rümelingen ehrenvoll erwähnt wurden.

KPL-Präsident Ali Ruckert befasste sich anschließend im Schnelldurchgang mit der 90-jährigen Geschichte der KPL und gab nähere Erläuterungen zur Gründung der Partei, dem Kampf gegen das »Maulkorbgesetz«, mit dem die Klerikalen die KPL 1937 verbieten wollten, die kommunistische Resistenz während der Nazi-Zeit, den Rückschlägen während der Zeit des »Kalten Krieges«, den Bemühungen der Kommunisten, eine Zusammenarbeit aller Linkskräfte anzustreben, dem Kampf der KPL gegen die Demontage der Stahlindustrie, dem Einsatz der Kommunisten während der vergangenen Jahrzehnte für die Rechte der Arbeiter und aller Schaffenden bis hin zur jüngsten Kampagne der KPL »Géint all sozialen Ofbau!«.

Bürgermeister Will Hoffmann erinnerte in seiner Ansprache chronologisch an die gewählten kommunistischen Gemeinderäte in Rümelingen, denen er gute Arbeit im Interesse der Rümelinger Einwohner bescheinigte und würdigte insbesondere die Rolle des früheren kommunistischen Gemeinderats Nik. Duprel, der 1969 einen minoritären LSAP-Schöffenrat gegen die CSV unterstützte. Zum Abschluss wünschte er für die Zukunft viel Erfolg.

Nach dem von der Gemeindeverwaltung gespendeten Ehrenwein hatten die Anwesenden ausgiebig Gelegenheit, die 90 Ausstellungstafeln, von denen eine ganze Reihe mit der Geschichte der Arbeiterbewegung aus Rümelingen verknüpft sind, in Augenschein zu nehmen.

Die Rümelinger dürfte zudem interessieren, dass in der Ausstellung auch das Original von einem der drei Abziehgeräte zu sehen sind, welche die Rümelinger Kommunisten Pierre Decker, Pierre (Jeng) Fonck und Emile Peiffer 1941 bauten und auf denen illegale Flugblätter der KPL gegen die Nazis hergestellt wurden.

Wer sich eingehender mit der Geschichte der KPL beschäftigten will, kann die drei ersten Bände der Geschichte der KPL erwerben, die während der Zeitdauer der Ausstellung im Kulturzentrum zu einem Vorzugspreis angeboten werden.

Die Ausstellung im Rümelinger Kulturzentrum auf Nummer 99 in der Grand’Rue hat bis Sonntag, den 12. Juni 2011, täglich von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Am Samstag, den 11. Juni 2011 um 16.00 Uhr ist eine Führung mit KPL-Präsident Ali Ruckert durch die Ausstellung geplant.