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Neujahrsempfang der Union des Femmes Luxembourgeoises

Erster UFL-Kalender für Frauenrechte und Frieden erschienen

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20/01/2020

Von links nach rechts: Gertrud Ruckert, Irène Bigler, Nadine Pizzaferri

Der Neujahrsempfang am 17. Januar 2020 im Saal der Sektion Beles der UFL im Kulturzentrum in Beles-Metzerlach, zu welchem die »Union des Femmes Luxembourgeoises« (UFL) eingeladen hatte, stand ganz im Zeichen der Frauenrechte: Aufgerufen wurde zum ersten »Frauenstreik« am 7. März in Luxemburg, vorgestellt wurde der erste Jahreskalender, den die UFL herausgibt und der auf 12 Kalenderblättern den Kampf für Frauenrechte und für Frieden dokumentiert, den die Frauenorganisation seit einem Dreiviertel-Jahrhundert führt.

Die Präsidentin der UFL, Irène Bigler, machte eingangs ihrer Ansprache darauf aufmerksam, dass die UFL, die 1945 gegründet wurde, in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen feiern wird und gleichzeitig an das 50-jährige Bestehen ihres Solidaritätsbasars begehen wird, der als »Vietnam-Basar« begann und 2020 für den 7. März im Kulturzentrum in Rodingen angekündigt wurde. Aus diesem Anlass werden auch internationale Gäste der »Baseler Frauenvereinigung für Frieden und Fortschritt« aus der Schweiz und des »Demokratischen Frauenbundes« aus Deutschland erwartet.

Erster »Frauenstreik« am 7. März 2020 in Luxemburg

Eingehend befasste sich die Rednerin mit dem für den 7. März angekündigten »Frauenstreik«, der in vielen Ländern stattfinden wird und in Luxemburg auf Initiative der Frauenplattform JIF (»Journée Internationale des Femmes«) organisiert wird. Während dieses Tages soll verstärkt auf die bezahlte und unbezahlte Arbeit im Pflegesektor aufmerksam gemacht werden. Diese Arbeit wird mehrheitlich von Frauen geleistet, aber ist für die Öffentlichkeit oft unsichtbar und wird nur wenig wertgeschätzt. In anderen Ländern werden ganz unterschiedliche Akzente gewetzt. In mehreren lateinamerikanischen Ländern werden Frauen gegen die Gewalt demonstrieren, der sie ausgesetzt sind, in Polen werden Frauen gegen das Abtreibungsverbot auf die Straße gehen.

Die UFL-Präsidentin rief dazu auf, das Wochenende zu einem Erfolg zu machen und sowohl an der Demonstration am 7. März als auch am UFL-Basar am 8. März teilzunehmen. Die UFL nutzt die Einnahmen aus ihrem Solidaritätsbasar, um auf internationaler und nationaler Ebene konkrete Frauen- und Kinderprojekte zu unterstützen.

Anschließend stellte Nadine Pizzaferri den ersten Jahreskalender vor, den sie zusammen mit Gertrud Ruckert im Auftrag des Nationalkomitees der UFL konzipierte. Auf 12 Blättern ist nicht nur ein übersichtliches Kalendarium, gegliedert nach Tagen, Wochen und Monaten mit allen Luxemburger Feiertagen zu finden, sondern auch zahlreiche Fotos, welche Einblick in die Geschichte der Frauenorganisation geben, angefangen mit dem Gründungsjahr 1945 bis ins vergangene Jahr.

Dargestellt werden alle Aspekte der Aktivitäten der UFL, der Kampf für Frauenrechte und für Frieden im Laufe der vergangenen 75 Jahre, der Basar der UFL, die Solidaritätsaktionen und Aktivitäten der einzelnen Sektionen und des Nationalkomitees. Der Kalender kann für 12 Euro bei Freundinnen der UFL gekauft werden.