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Letzten Samstag in der hauptstädtischen Alten Avenue:

»Treibhausgase steuern statt besteuern«

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15/10/2019

Die Sektion Zentrum der KPL war vergangenen Samstag wieder aufklärerisch tätig in einer Alten Avenue, in der die Passanten immer weniger und die Bettler immer werden, wobei das längst nicht mehr nur Roma sind. Die Geschäfte, die am besten laufen, sind die des Drogen-Verkaufspersonals, während sogar die Geschäftsführer der Supermärkte über weniger Kundschaft klagen. Der Tram-Baustelle sind gar viele Opfer zu bringen, wobei der Entschädigungsfonds der Luxtram SA nur den Geschäften in der Neuen Avenue offen steht – und das erst nach Fertigstellung der Strecke. Wer vorher Pleite geht, kriegt nix.

Die wesentlichste Feststellung unseres Flugblatts war, daß eine Klimarettung voraussetzt, daß dem Kapitalismus, der für die bisherigen Treibhausgas-Emissionen »des Industriezeitalters» verantwortlich ist, ein Ende gesetzt wird. Dem Kapital muß die Entscheidungsgewalt darüber genommen werden, was wie erzeugt wird, um wirksam umsteuern zu können.

Wir werden das bei einem Informations- und Diskussionsabend am Montag, 21. Oktober um 19.30 Uhr im ersten Stock des Casino Syndical in Luxemburg-Bonneweg (Eingang über die Salariatskammer an der Ecke Rue de Bonnevoie/Rue Pierre Hentges) näher besprechen unter der Überschrift dieses Artikels. Der Eintritt ist wie immer frei, bringt Freunde und Bekannte mit!

Wenn an diesem Samstag kaum noch ein Drittel der Passanten zu verzeichnen war wie im Oktober 2018, so bot dies Gelegenheit zu etlichen längeren Gesprächen, meist mit jüngeren Leuten und mit überraschend vielen Luxemburgern. Eines ging von einem unserer Plakatständer aus, auf dem zu lesen steht, daß es nur zwei Klassen gibt, das Salariat und die Bourgeoisie, niemand könne beiden dienen, weil sie gegensätzliche Interessen haben. Das fing an mit: »Das ist aber arg kommunistisch.«, worauf der zweite Jugendliche der Dreiergruppe meinte: »Klar, daß das kommunistisch ist, es ist ja die KPL«. Worauf wir die Frage stellten, was denn die dritte Klasse wäre, wenn es sie denn gäbe. Kurzes Zögern, dann: »Es gibt nur zwei«. Das war ein guter Gesprächseinstieg, und genau solche Gespräche lassen hoffen für die Zukunft.

jmj