Artikel

KPL fordert Erhöhung des Mindestlohnes um 20 Prozent

Schriftgröße fontsizedown
fontsizeup

E-mail

Drucken Drucken

Vergrößern

07/12/2016

Die KPL nimmt zur Kenntnis, dass der Mindestlohn zum 1. Januar 2017 um 1,4 Prozent an die durchschnittliche Lohnentwicklung der Jahre 2014 und 2015 angepasst wird.

Diese Anpassung ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein und wird nur wenig zur Verbesserung der Kaufkraft der mehr als 50.000 Mindestlohnbezieher beitragen, von denen immer mehr nicht über die Runden kommen und auf oder unter der Armutsgrenze leben, weil die Mieten und das Leben immer teurer werden.

Die KPL erinnert daran, dass es beim Mindestlohn einen großen Nachholbedarf gibt. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die seinerzeit von der Tripartite verordnete Lohnmäßigung und auf die Indexmanipulation. Diese bewirkten, dass der Durchschnittlohn, obwohl die Produktivität und die Profite hohe Zuwachsraten zu verzeichnen hatten, sich langsamer entwickelte, was sich negativ auf die Anpassung des Mindestlohnes auswirkte und dazu beitrug, dass die Ausbeutung der Mindestlohnbezieher zunimmt und die Schere bei den Löhnen immer weiter auseinander geht.

Demnach drängt sich eine strukturelle Erhöhung des Mindestlohnes auf. Die KPL fordert eine Erhöhung des Mindestlohnes um 20 Prozent, was dem Nachholbedarf entspricht, den die »Chambre des salariés« errechnete.

Mitgeteilt von der KPL

Esch/Alzette den 7. Dezember 2016